Missbräuchliche Abfindung von Pflichtteilsansprüchen
Die Zahlung einer Abfindung für Pflichtteilsansprüche aus der Erbmasse selbst würde zwar die Steuerlast senken, wird aber von den Finanzämtern nicht akzeptiert.
Das Finanzgericht Düsseldorf hat eine Vereinbarung als rechtsmissbräuchlich eingestuft, die vorsah, dass Pflichtteilsansprüche durch eine Abfindung abgegolten werden sollen, die erst nach dem zweitversterbenden Ehegatten fällig werden soll, wobei die Pflichtteilsberechtigten und Schlusserben identisch sind. Bei dieser Konstruktion fallen das Erbe und die Fälligkeit der Abfindung auf einen Zeitpunkt zusammen, sodass sich die Erben aus der Erbmasse selbst eine Abfindung zahlen würden. Das Gericht kam zu dem Ergebnis, dass die aus dieser Abfindungsvereinbarung resultierende Erblasserschuld bzw. Nachlassverbindlichkeit ausschließlich der Steuerminderung dienen sollte und lehnte deren Berücksichtigung ab.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Weitere Informationen-
- Pläne für eine große Rentenreform
- Jahresgebühr für Riester-Bausparverträge ist unwirksam
- Neues Schreiben zur steuerlichen Organschaft
- Rentenleistungen waren 2025 zu 72 % steuerpflichtig
- Regierung beschließt Entwurf des Jahressteuergesetzes 2026
- Verbrauch der Erstausbildung beim Kindergeld
- Einführung einer Kassenpflicht und weitere Änderungen
- Erweiterte Kürzung entfällt bei Grundstücksverkauf vor Liquidation
- Vom Erblasser nicht bewohnte Immobilie ist kein Familienheim
- Einführung der Frühstartrente